Überarbeitete Leitlinie veröffentlicht

Veröffentlicht am 24.10.22

Frühgeborene haben auch im späteren Leben noch häufig mit gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen. © Shutterstock

Die überarbeitete Fassung der S2k-Leitlinie „Prävention und Therapie der Frühgeburt“ ist nun veröffentlicht, mitgewirkt hat u.a. der Deutsche Hebammenverband (DHV). Die Frühgeburtenrate liegt in Deutschland bei 8 Prozent. Da eine Frühgeburt eine wesentliche Rolle bei perinataler Morbidität und Mortalität spielen kann, liegt der Fokus der Leitlinie verstärkt auf der Prävention. Es werden Ursachen und Risiken benannt, die eine Frühgeburt begünstigen wie z.B. sozioökonomische Faktoren, Rauchen, Parodontitis, eine SARS-Cov-2-Infektion oder andere gesundheitliche Einschränkungen. Der Hauptteil widmet sich der Primären, Sekundären und Tertiären Prävention, z.B. durch Medikamente. Ein weiteres Kapitel ist Mehrlingsschwangerschaften gewidmet, da hier das Risiko für eine Frühgeburt signifikant höher ist. Die Entscheidung für einen Geburtsmodus muss laut der Leitlinie individuell abgewogen werden u.a. in Abhängigkeit von der Kindslage. Ziel der Leitlinie ist es, dem Fachpersonal Instrumente an die Hand zu geben, um Risiken für Frühgeburten zu minimieren und so die Frühgeburtenrate zu senken. Hier können Sie die Leitlinie nachlesen: Prävention und Therapie der Frühgeburt (awmf.org)