Neues Konzept der psychiatrischen Versorgung

Veröffentlicht am 21.11.22

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Haben Sie schon einmal von der stationsäquivalenten Behandlung gehört, kurz Stäb? Dieses Konzept ermöglicht die Behandlung von Menschen mit psychischen Problemen zu Hause. Diese müssen oft lange auf einen Therapieplatz in psychiatrischen Einrichtungen warten. Die Betreuung im häuslichen Umfeld soll dies auffangen und verhindern, dass es überhaupt zu Krankenhausaufenthalten kommt. So zum Beispiel bei der Wochenbettdepression. Etwa 10 bis 15 der frischgebackenen Mütter leiden daran. Diesen kann mit Hausbesuchen gezielt geholfen werden, so bietet z. B. die Vivantes-Klinik für Psychiatrie in Berlin Kaulsdorf diese Möglichkeit an. Bundesweit beteiligen sich 36 Krankenhäuser an der Stäb, 2018 war es gerade mal ein Drittel dessen. Eine enge Zusammenarbeit mit den betreuenden Hebammen soll dafür sorgen, dass Defizite möglichst früh erkannt werden und die Auswirkungen der postpartalen Depression abgemildert werden. Voraussetzung ist eine entsprechende Indikation für eine stationäre Behandlung. Da aber Plätze auf Stationen rar sind, können so mehr behandlungsbedürftige Patientinnen erreicht werden.

Quelle: Deutsche Ärztezeitung/dpa