Untergewicht der Mutter beeinflusst Geburtsgewicht

Veröffentlicht am 22.08.22

Wenn eine Frau an Anorexie leidet, ist das nicht nur gefährlich für ihren eigenen Körper, sondern auch für das ungeborene Leben im Fall einer Schwangerschaft. Forscherinnen* aus Montreal, Kanada analysierten Daten von US-amerikanischen Kliniken mit insgesamt mehr als 9 Millionen Geburten und verglichen das Outcome von Frauen mit und ohne Magersucht. Im Ergebnis zeigten sich bei Frauen, die dieses Krankheitsbild aufweisen, mehrere besorgniserregende Befunde: Das Risiko für eine Frühgeburt ist dreifach erhöht, ebenso die Wahrscheinlichkeit für eine Plazentaablösung. Zudem besteht ein um das Fünffache erhöhtes Risiko, dass das Neugeborene untergewichtig zur Welt kommt. Diese Unterschiede wurden nicht bei anderen Krankheitsbildern festgestellt, welche in die Untersuchung einflossen, so z.B. Bluthochdruck, Gestationsdiabetes oder Plazenta previa. Kein Unterschied bei Frauen mit und ohne Anorexie war hinsichtlich der Notwendigkeit einer Sectio zu erkennen. Das Krankheitsbild der Anorexie sollte laut der Studienautorinnen* bereits vor der Schwangerschaft und besonders in Zusammenhang mit Fruchtbarkeitsbehandlungen untersucht werden.

Quelle: European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE)