Gewaltbegriff von UNO-Gremium erweitert

Veröffentlicht am 27.10.22

Eine Geburt unter schwierigen Umständen kann für die Mütter auch noch Jahre später belastend sein. © Shutterstock

Die Spanierin Nahia Alkorta Elezgarai leidet an einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), ausgelöst durch die Geburt ihres ersten Kindes. Diese wurde trotz Wehen eingeleitet und im späteren Verlauf eine Sectio durchgeführt, beides ohne Aufklärung und Zustimmung der Mutter und entgegen dem Hinweis der Hebamme, dass der Geburtsprozess voranschreite. Sie ging vor Gericht, um finanzielle Wiedergutmachung zu erstreiten. In Spanien wurde sie vehement abgewiesen und so wandte sie sich an das UNO-Komitee zur Beseitigung der Diskriminierung der Frau. Aufgabe dieses Komitees ist es, zu überwachen, ob sich die Staaten (u.a. hat Spanien dies ratifiziert) an die Übereinkunft zur Beseitigung der Diskriminierung der Frau halten. Das UNO-Komitee gab Alkorta Elezgarai Recht. Eine Sectio ohne die Zustimmung der Frau durchzuführen stufte man als geburtshilfliche Gewalt ein, zudem hätten die Ärztinnen* sich nicht an Standards gehalten, was die PTBS hätte verhindern können. Das Komitee forderte Spanien zur Wiedergutmachung auf.